Virtualbox

Willemers Informatik-Ecke


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2015-04-02
Virtualbox erlaubt den Betrieb eines virtuellen PCs in einem Fenster. Auf diesem virtuellen PC lassen sich beinaha alle Betriebssysteme installieren, so dass beispielsweise Systemstände getestet werden können.

Linux in der Gastgeberrolle

Seine Konfiguration legt Virtualbox in einem Verzeichnis namens .VirtualBox ab. Hier steht beispielsweise, welche virtuellen Maschinen definiert sind.

Der Inhalt der eigentlichen virtuellen Maschine befindet sich in DVI-Dateien, die sich im Verzeichnis VirtualBox VMs befinden. In älteren Versionen befanden sich diese aber auch unterhalb des Verzeichnisses .VirtualBox.

Netzwerk

Nach der Erstellung einer virtuellen Maschine wird deren Netzwerkschnittstelle auf NAT eingestellt. Das bedeutet, dass der Host wie ein Router arbeitet. Die virtuelle Maschine erhält eine IP"=Adresse aus dem Bereich 10.0.2.0/24 und kann über das Standard-Route 10.0.2.2 nach außen Kontakt aufnehmen. Dies reicht, um als Client im Internet aktiv zu werden, aber nicht, um im lokalen Netzwerk zu arbeiten oder gar einen Dienst darin anzubieten.

Mit einer Netzwerkbrücke kann die virtuelle Maschine als eigenständiger Computer am lokalen Netzwerk teilnehmen. Dabei wird sie über ihre eigene MAC eine eigene IP-Adresse anfordern. Die Netzwerkbrücke bezieht sich immer auf eine Hardware-Adresse des Gastgeber-Hosts, typischerweise eth0. Wenn dieser allerdings einmal die Netzwerkkarte geändert hat, heißt diese eth1. Diesen Wechsel bemerkt die virtuelle Box nicht. Die Netzwerkumgebung muss noch einmal aufgerufen werden und stellt sich dann automatisch auf die verfügbaren Netzwerkkarten ein.

Gast-Erweiterungen

Die Betriebssysteme benötigen auch für eine virtuelle Umgebung die passenden Treiber. Diese nennt VirtualBox Gasterweiterungen.

Einrichtung unter Linux als Gastsystem:

sudo apt-get install dkms build-essential linux-headers-generic
Nun zum Ort, an dem die Gasterweiterungen als ISO-Datei eingehängt ist. Aus Sicht des Gasts ist dies ein CDROM-Laufwerk. Dort startet man das Programm VBoxLinuxAdditions.run als root.
sudo VboxLinuxAdditions.run
Alternativ gibt es für den Gast Downloads auf der Download-Seite von Oracle.

Einhängen des Shared Verzeichnisses

Voraussetzung ist die Installation der Gasterweiterungen.

mount -t vboxsf share /home//host

Mounten eines Disk-Images

Die vdi-Datei wird in ein gewöhnliches Image kopiert und dann per mount eingebunden.
VBoxManage clonehd --format RAW meineMaschine.vdi meineMaschine.img
mount -t ext3 -o loop,rw ./meineMaschine.img /mnt

Virtuelle Maschinen komprimieren

Dieser Artikel beschreibt, wie man eine VirtualBox VDI-Datei komprimiert, um sie zu archivieren.

Aus einer Festplatte eine virtuelle Maschine erstellen

Das Standard-Linux-Tool dd kann einen Datenträger blockweise abziehen und in eine Datei kopieren. Dies ist ein sogenanntes Raw-Image.
dd if=/dev/sdb of=platte.dd
Wir wollen das Image nun VirtualBox schmackhaft machen. Dazu muss es mit dem Programm VBoxManage konvertiert werden.
VBoxManage convertfromraw platte.dd platte.vdi
Anschließend wird die Virtualbox gestartet und eine neue Maschine angelegt. Wir lassen uns durch den Assistenten leiten. Statt eine Festplatte zu erzeugen, wird allerdings eine "Vorhandene Festplatte verwendet" und dann über das kleine, unscheinbare Verzeichnissymbol rechts die neu entstandene Datei platte.vdi ausgewählt. Mit dem Button Erzeugen geht es weiter.

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